Wir waren gespannt, was uns in Blumenau und Pomerode erwarten wuerde, da diese Staedte als Wiege deutscher Einwanderung in Brasilien gelten. Frueh morgens kamen wir in Blumenau an und wurden von Norbert, dem Taxifrahrer, auf deutsch beraten, wo wir denn ubernachten koennten und so landeten wir in der Pousada XV, im Zentrum Blumenaus. Gleich darauf haben wir uns die Stadt angeschaut, die traditionellen Fachwerkhaeuser der Rua ... Novembre, das Biermuseum (das beliebteste Bier Blumenau heisst "Eisenbahn"), die erste Strasse Blumenaus, wo die Stadt gegruendet wurde und anschliessend waren wir in der Vila Germanica, quasi dem Oktoberfestviertel der Stadt (2-groesstes Oktoberfest der Welt, zu dem extra Blaskapellen original aus Muenchen anreisen). Danach wollten wir wieder ins Zentrum, haben im Supermarkt den Verkaeufer auf deutsch gefragt, wo es zum "Bierland" geht (Brauerei, die man besichtigen kann), worauf sich ein Dritter auf deutsch einmischte und nur meinte: "Kommt, ich nehm euch mit!" Wir, etwas verdutzt, wussten nicht so recht, da dieser Dritte sich gerade eine Flasche Schnaps gekauft hatte und ansonsten auch eher aussah, wie jemand, der einfach zu viel Alkohol trinkt (Saeufer). Dennoch war er sehr nett, hiess Oswald Schulte und seine Schwester hat 30 Jahre in Bad Nauheim gelebt, welch Zufall!! Zum Glueck wurden wir ihn dann aber auch wieder freiwillig los, denn so ganz geheuer war uns das nicht. Anschliessend waren wir noch kurz im Neumarkt-Shoppingcenter. Abends gings zum "Gruenen Platz", einem Restaurant mit "Eisenbahn"-Happy Hour. Eigentlich wollten wir deutsch essen, aber Ivo empfahl uns auf deutsch dann doch fuer 19,50 Reais Churrasco zu machen (Es wird so viel Fleisch am Spiess an deinen Tisch gebracht, bis irgendwann nichts mehr geht). Hat sich gelohnt. Sehr witzig war die Bekanntschaft mit dem Kellner Fabiano Baier, der aussah wie eine ostfriesische Comicfigur von Otto.
Am naechsten Tag ging es nach Pomerode, die deutscheste Stadt Brasiliens. So sahen die Menschen auch aus (Einstige Einwanderung aus dem heutigen Mecklenburg-Vorpommern). Mit Stadtplan sind wir einen Teil der mindestens 10km langen Fachwerkroute in schoenster Landschaft bei 29 Grad abgelaufen und waren begeistert. Vorher hatten wir im "Siedlertal" zu Mittag gegessen.

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