
Morgens um 6h nahmen wir den Bus zunaechst an die bolivianische und der Bus sowie die Bordinsassen stimmten uns schlagartig darauf an, dass in Bolivien ein anderer Standard als in Chile, Argentinien, Uruguay oder Brasilien vorherrscht. Der Bus mueffelte schon, obwohl er leer ankam, die Leute mueffelten umso mehr und wir hatten die glorreichen Plaetze an einem defekten Fenster erwischt, das aufgrund der ruckeligen Schotterpiste immer wieder aufgepoltert wurde und uns die eisige Morgenluft um die Nase wehte. So holperten wir durch die Gegend, bis wir an der Grenze ankamen. Auf der chilenischen Seite durften wir ueber eine Stunde mit den anderen Indios rumstehen, bis unser Bus endlich zum bolivianischen Grenzposten fahren durfte. Vorher fand jedoch mitten im Niemandsland zwischen Chile und Bolivien ein Buswechsel statt, wo wir unsere Rollen schnell aufteilten, als wir merkten, was fuer eine Draengel- und Ellbogenmentalitaet im Bus und um den Bus herum herrschte. Ich stuerzte mit all den Bolivianern in den anderen Mueffelbus, um uns Plaetze zu sichern und Christian kuemmerte sich um die Rucksaecke. Beim bolivianischen Grenzposten mussten wir uns noch einen Eingangsstempel holen und trauten unseren Augen nicht, als wir sahen, dass alle wie selbstverstaendlich ueber einen Zug, der im Weg stand drueber kletterten, um das Zollbuero zu erreichen. Also machten wirs den anderen einfach nach.. Danach fragte ich den Busfahrer, wo denn hier die Toilette sei (bolivianische Busse haben keine) und der lachte nur und sagte, es gibt keine, nur "baño natural" (Naturtoilette). Nach weiteren 4-5 Stunden ruckeliger Schotterpiste und einem "baño natural" auf dem Weg, kamen wir endlich in Uyuni an, wo wir uns in der Hospedaje "El Salvador" fuer umgerechnet 3 Euro pro kopf einquartierten. Nach einem Stadtspaziergang, Tourbuchung fuer den Salar de Uyuni, die groesste Salzwueste der Welt und Essen (Lamasteak), gings k.o. ab ins Bett.

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